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Rebeca Wild

Rebeca Wild  (* 1939 in Berlin) baute mit ihrem Mann Mauricio Wild die “aktive Schule” „Fundacion Educativa Pestalozzi“ (“Pesta”) in Quito (Ecuador) auf. Sie begründeten die nicht-direktive Begleitung.

In ihrer Arbeit mit Kindern und schließlich auch Jugendlichen haben sie die Einsichten und Erkenntnisse von Maria Montessori immer weiter vertieft und die Forschungsergebnisse des Entwicklungspsychologen  Jean Piaget in die Praxis umgesetzt.

Rebeca Wild lebt seit 1961 in Ecuador. Mauricio Wild ist als Sohn Schweizer Eltern dort geboren. Als Eltern von zwei Söhne hatten sich die Wilds sehr früh an den Ideen und Erfahrungen Maria Montessoris orientiert.

Ihrem zweiten Sohn wollten die Wilds eine herkömmliche Schulerfahrung nicht zumuten, deshalb eröffneten sie 1980 eine Grundschule (Primaria), 1986 eine Sekundarschule (Sekundaria).  Im Jahre 1989 wurde das Pesta als Experimental-Schule für Ecuador anerkannt und darf einen Sekundarschulabschluss vergeben, der dem deutschen Realschulabschluss entspricht. Für die Abiturprüfung als Externe können die Jugendlichen im Pesta weiterlernen, und viele haben das Abitur nach wenigen Monaten Vorbereitung in staatlichen oder privaten Kursen geschafft.

In ihrer Schule haben sie die vorbereitete Umgebung, wie sie von Maria Montessori vorgeschlagen und entwickelt worden ist, um Räume erweitert, in denen die Kinder und Jugendlichen ihren Bedürfnissen nach freier Bewegung, nach konkreten Erfahrungen mit unstrukturierten Materialien, oder nach Gesprächen untereinander nachgehen können.

Rebeca und Mauricio Wild räumen dem freien Spiel eine zentrale Bedeutung in der kindlichen Entwicklung – auch im Schulalltag – ein, indem sie die vorbereitete Umgebung so gestalten, dass es den Kindern jederzeit ermöglicht wird dieser Tätigkeit nachzugehen. Aus der Praxis der Wilds heraus hat sich gezeigt, dass die von Jean Piaget beschriebenen Entwicklungsetappen von Kindern nur voll ausgelebt werden können, wenn ihnen so viele konkrete Erfahrungen wie möglich erlaubt werden und wenn ihr Rhythmus bei der Verarbeitung von Erfahrungen respektiert wird.

Das Wirken der Wilds hat zudem deutlich gemacht, dass eine “nichtdirektive Erziehung” und die vorbereitete Umgebung für Kinder und Jugendliche nicht auf das Klassenzimmer oder die Schule begrenzt sein müssen – im Gegenteil. Die nichtdirektive Erziehung führt zu einer engen Zusammenarbeit zwischen Familie und Schule und umfasst das gesamte Leben der Kinder und auch der Erwachsenen, die sie begleiten.
Miteinander leben und Lernen heißt für Rebeca und Mauricio Wild vor allem „Lebensprozesse zu respektieren“.

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